Flickr, Joinr, Tumblr - es gibt zwei einfache Regeln für die Namen von Web-2.0-Diensten: Rechtschreibung ignorieren und möglichst viele Vokale weglassen. Die eigenwillige Sprachgestaltung hat Tradition im Netz. Da schreiben Menschen schon mal Sätze wie "Das Hijacking-Problem könnte man mit dem header-redirect 301 leicht vermeiden." Diese Sprache nervt Web-Nutzer. Das hat eine Umfrage in Großbritannien ergeben (mehr...). Das meistgehasste Web-Wort in Großbritannien: Folksonomy - ein Ausdruck für die gemeinschaftliche Verschlagwortung von Webinhalten.
Aber auch in Deutschland sind einige besonders widerwärtige Wortungetüme entstanden. SPIEGEL-ONLINE-Leser haben abgestimmt (siehe unten) und drastische Negativ-Beispiele eingeschickt - aber sehen Sie selbst:
SPIEGEL-ONLINE-Leser haben gewählt. Das sind für sie die fünf grässlichsten Web-Wörter:
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Die von den SPIEGEL-ONLINE-Lesern meistgenannten Stör-Wörter aus dem Internet:
Downloaden. Denglischer Ausdruck für das Übertragen von Daten aus dem Netz auf die eigene Festplatte. Den Ausdruck hat, wie viele Leser bemerken, Microsoft benutzt. Den Ausdruck "downloaden" findet Google heute noch immerhin 45 Mal auf der deutschen Microsoft-Seite. Schlimmer als Downloaden ist: gedownloadet – laut Google immerhin 164.000 Mal im deutschsprachigen Netz zu finden. "Gedownloadet und installiert" ist auch ein offizieller Ausdruck des "Windows XP Update".
Googeln: "Mit Google im Internet suchen", definiert der Duden, in dem dieser Ausdruck für das Recherchieren im Web inzwischen auch zu finden ist. "Google Earthen" kann man beim Googlen schon 384 Mal finden!
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Gedankenlose Verniedlichungen, die man am liebsten nie mehr lesen oder hören will:
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Jeder anständige Web-2.0-Dienst hat nicht nur einen vokalarmen Namen, sondern auch ein entsprechendes Verb. Zum Beispiel:
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In der deutschen Sprache haben sie eigentlich nichts verloren - im Internet-Deutsch sind sie trotzdem Alltag. Und stören:
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Derart verunglückte Web-Wörter sind für manche SPIEGEL-ONLINE-Leser ein netter Zeitvertreib. Ein Spiel mit der semantischen Müllhalde scheint besonders beliebt zu sein: Bullshit-Bingo. Das geht so: Vor einer Besprechung oder Konferenz erhält jeder Teilnehmer eine Karte mit 25 (5 mal 5) Schlagwörtern. Fällt einer der Ausdrücke, wird er angekreuzt. Wer als erster eine komplette Fünferreihe mit Kreuzchen gefüllt hat, gewinnt. Und muss dann aufstehen und "Bullshit!" rufen.
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